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ISPO |
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SOMMER 2003
In diesem Jahr etwas früher als gewohnt, fand am letzten Wochenende (29.06.-01.07.2003) auf dem Münchener Messegelände die ISPO 2003 statt.
Mit dabei natürlich die namhaften Skate – Hersteller wie Salomon, Powerslide, K2, Rollerblade und FILA. Nachdem ja im letzten Jahr die Topteams der Szene das Thema 84 mm Rollen in´s Rollen gebracht haben, ziehen die Hersteller jetzt in ihren Serienprodukten nach und rüsten einige ihrer Freizeit 5 Roller auch mit größeren Rollen aus. Dabei geht jeder Hersteller natürlich seine eigenen Wege. So sieht man die Durchmesser von 82 mm bis hin zu 100 mm schwanken, was bedeutet, daß der Fachhandel und die Verkäufer noch stärker im Beratungsgespräch gefordert werden.
Powerslide war auch dieses mal wieder innovativ. So wurden Designstudien gezeigt, die den Speedskate der Zukunft stilisieren. Daneben wurde auch ein überarbeiteter Komplettskate mit einem R2 (Schuh) und 84mm-Rollen vorgestellt.
Einen einzigartigen Weg der Durchmesserwahl geht dabei FILA. Sie rüsten ihren Topskate mit 4 * 100mm Rollen aus, vertrauen bei der Schuhanfertigung auf italienische Produktion, und schieben noch einen 4 mal 90 mm Rollen Skate nach, der auch den ambitionierten Umsteiger von Freizeit 5 Rollern ansprechen könnte.
Wo liegt jetzt aber der Vorteil von größeren Rollen? Sicherlich ist da als entscheidendes Argument die höhere Laufruhe zu erwähnen und die verbesserte Wendigkeit, da ja die Schiene etwas kürzer ist. Nicht verschweigen darf man aber, daß jetzt mehr Kraft vom Skater gefordert wird, da ja die größeren Rollen erst einmal auf Geschwindigkeit gebracht werden wollen. Inwieweit sich jetzt die Skatetechnik ändern wird, bleibt erst einmal abzuwarten, fahren ja im momentanen Rennzirkus noch zu wenig Teams damit. Auf jeden Fall haben die großen Rollen am FILA Stand für jede Menge Gesprächsstoff unter den „Experten“ gesorgt.
Selbstverständlich ist die ISPO auch ein Treffpunkt der Spitzensportler. So konnten wir ein lockeres Gespräch mit dem Rollerblade-Fahrer Kai Menze und dem Team-Chef des internationalen Rollerblade-Teams Sämi Raimann über die Zukunft des Speedskatens führen.
Was gibt es noch Neues? Bei einigen Herstellern war zu sehen, dass die Verschlüsse der Schnallen an den Speedskates immer mehr aus dem Radsport kommen. Was sich dort bewährt hat, wurde erfolgreich übernommen. Die Zeit des Ratschenverschlußes scheint gekommen.
Während es bei Salomon jede Menge Videosequenzen aus der Speedszene zu sehen gab, wirkten die anderen Messestände sehr aufgeräumt. Dies lag aber sicherlich auch an dem zurückgegangenen Besucherinteresse. So konnte man den Dienstag als Tag des Smaltalks der Vertreter bezeichnen. Die Messe wirkte recht verlassen.
Text von Mike Saft und Jürgen Parg
Speedskater.de, 04.07.2003
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